Ausbildungen in der Reserve

Wer mit der aktiven Zeit in der Bundeswehr aufgehört hat, kann Reservist werden. Die Reservisten in der Bundeswehr sind nach wie vor noch aktiv, wenn sie gebraucht werden und treffen sich regelmäßig zu Aus- und Weiterbildung.

Die Bundeswehr braucht die Reservisten, denn sie kann sich kein großes stehendes Heer leisten. Diese müssen aber immer auch auf dem neuesten Stand sein. Zwar treffen sich viele Reservisten und Kameraden immer wieder zu gemeinsamen Abenden und verbringen auch ein Wochenende gemeinsam, aber Kameradschaft alleine macht noch keine schlagfertige Truppe.

Damit Reservisten jetzt wissen, wann es welche Ausbildungen gibt, können sie in den bundesweiten Veranstaltungsdatenbank des Deutschen Reservistenverbands nachschauen. Die Datenbank kann nach Bundesveranstaltungen gefiltert werden aber auch nach solchen die im eigenen Landkreis oder nahe des Wohnortes stattfinden.

So findet zum Beispiel in Wildflecken ein Taktikaufbauseminar für Reservisten statt. Für solche Seminare braucht es aber bestimmte Voraussetzungen. Die Teilnehmer müssen:

  • wissen was eine offensive Taktik ist
  • wissen wie man diese anwendet
  • können Operationspläne erstellen
  • können Gefechtsbefehle geben

Andere Seminare beschäftigen sich mit der Ausbildung in taktischen Maßnahmen. Reservisten können aber auch eine Aus- oder Weiterbildung zum Rettungsschwimmer machen.

Bei der Bundeswehr und den Reservistenverbänden hofft an, dass diese Weiterbildungen auch die Reserve an sich attraktiver machen. Denn die Qualifikationen können auch im Beruf verwendet werden, oder in der Freizeit, wenn man zum Beispiel Rettungsschwimmer ist. Gerade wer die Offizierslaufbahn eingeschlagen hat, kann auch in der Privatwirtschaft davon profitieren, wenn es zum Beispiel darum geht, Teams zu führen oder eine Strategie zu entwickeln. Oftmals sind auch unternehmerische Entscheidungen nicht allzu unterschiedlich von den militärischen Entscheidungen.

Die Reservistenvereine haben das Problem, dass sie langsam aber sicher überaltern. Manche haben noch Mitglieder, die im Zweiten Weltkrieg kämpften. Für junge Menschen ist das Argument der Soldatenverehrung auch weniger entscheidend als attraktive Aktivitäten. Gerade die Reservistenübungen könnten dazu beitragen, wieder mehr Reservesoldaten zu bekommen.

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