Der Verein Deutscher Soldat

Es war im Jahr 2010, als der Soldat Ntagahoraho Burihabwa ein Zeichen setzen wollte, was die multikulturellen Hintergründe von deutschen Soldaten in der Bundeswehr anging. Thilo Sarazin hatte gerade seine Brandschrift über Immigration veröffentlich und Burihabwa beschloss, einen Verein zu gründen, der zeigen sollte wie die Situation der Soldaten in der Bundeswehr tatsächlich ist.

Er brachte Kameraden mit und ohne Migrationshintergrund und mit verschiedenen Rängen zusammen und rief den Verein Deutscher Soldat e.V. ins Leben. Der Verein ist über ganz Deutschland verteilt, hat aber besonders viele Mitglieder in Hamburg. Als Interessenvertretung ist der Verein aber auch immer wieder in Berlin tätig. vor allem auch um Lobbyarbeit bei Politkern zu machen. So wurde man zum Integrationsgipfel der Bundesregierung eingeladen und dort die Sicht der Soldaten mit unterschiedlichere Herkunft vorzutragen.

Die Vision des Vereins ist ein Deutschland des Miteinanders, in dem die Gemeinsamkeiten wichtiger sind als die Unterschiede und die Werte im Mittelpunkt stehen, die man miteinander teilt und nicht die Herkunft von Soldaten und ihren Familien. Man will eine Nation in der Deutscher ist wer sich als Deutscher fühlt und wo die Leistungsbereitschaft größer ist als die Abstammung.

Vorstand aus drei Soldaten

Vorsitzende des Vorstandes ist Nariman Reinke, die als Kind marokkanischer Eltern 1979 in Hannover geboren wurde. Sie hat die Feldwebel-Laufbahn eingeschlagen und war bereits zwei Mal zum Einsatz in Afghanistan. Sie ist auch Mitglied der Kommission für Migration und Teilhabe des Niedersächsischen Landtags und engagiert sich somit auch außerhalb des Vereins in Migrations- und Herkunftsfragen.

Ihr Stellvertreter ist Dr. Dominik Wullers, der Kind von deutschen und kapverdischen Eltern ist und Presseoffizier beim Einsatzführungskommando war, bevor er zum Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr wechselte.

Den Vorstand komplettiert Robert Konty, dessen Eltern Spätaussiedler waren und der Oberstabsgefreiter ist und sich im Gesamtvertrauenspersonenauschuss der Bundeswehr für die Rechte der Soldaten im Verteidigungsministerium einsetzt.