Für Notlagen: Das Soldatenhilfswerk

Immer wieder kann es passieren, dass Soldaten in Notlagen geraten. Sie können sich bei einer Übung verletzten oder im aktiven Einsatz, wie zum Beispiel bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr unter anderem in Afghanistan.

Das Soldatenhilfswerk ist ein eingetragener Verein, der versucht schnell und unbürokratisch zu helfen. Er ist mit der Bundeswehr verbunden, traditionell ist der Generalinspekteur der Bundeswehr auch der Vorsitzende des Vereins. Das Soldatenhilfswerk wurde 1957 gegründet und hat seitdem über 35.000 Soldaten und ihren Familien geholfen. Das Logo besteht aus vier in einem Kreis angeordneten sich verschränkenden Händen, in der Mitte ist das Bundeswehrkreuz.

Man arbeitet aber nicht alleine, sondern in einem Netzwerk von anderen Fürsorgeorganisationen, wie dem Bundeswehr-Sozialwerk und der Stiftung der Bundeswehr. Die Finanzierung erfolgt über Spenden und ein Teil dieser Spenden kommt von Reservistenvereinen. Zum Beispiel werden Benefizkonzerte organisiert, deren Erlöse dem Hilfswerk zu Gute kommt, oder Kameraden sammeln bei einem Beisammensein einfach Geld ein, das dann dem Hilfswerk überwiesen wird. Das Hilfswerk selbst veranstaltet aber auch Events, wie ein Treffen von Spitzenköchen, die die Einnahmen aus einem Luxus-Abendessen der Einrichtung zur Verfügung stellten.

Unterstützung für Behindertensportler

Um besondere Spender auszuzeichnen hat das Hilfswerk auch eine Münze herausgegeben, den Hilfswerk-Coin. Dieser wird für besondere Leistungen und Spenden vergeben.

Die Gelder werden auf vielfältige Weise verteilt. Zum einen hilft man direkt in Not geratenen Soldaten und Familien, unter anderem auch mit finanzieller Unterstützung. Oftmals geht es dabei um Kosten, die nach einer Rehabilitation entstehen, zum Beispiel ein Umbau eines Hauses oder eines Autos, sodass es auch von einem Gelähmten gefahren werden kann.

Es werden aber auch Gruppen unterstützt, wie solche die Behindertensport für Soldaten anbieten. Vor kurzem hat das Hilfswerk so die Sportschule der Bundeswehr mit Geräten unterstützt, die der Rehabilitierung von verletzten Soldaten dienen. Das waren vor allem Sportrollstühle, mit denen zum Beispiel Basketball gespielt werden kann.

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