Für Veteranen mit Einsatzerfahrung

Soldaten, die nicht nur im Dienst der Bundeswehr standen, sondern auch aktive Einsätze hatten und dann irgendwann die Armee verließen, haben eine eigene Interessenvertretung, den Combat Veteran Club e.V. In diesen Verein werden ehemalige, aber auch aktive Soldaten aufgenommen, die eine Einsatzerfahrung haben. Im Mittelpunkt steht dabei die im Einsatz erfahrene und gelebte Kameradschaft, die man auch über die Zeit in der Bundeswehr hinaus erhalten will.

Der Verein sieht sich aber auch als Interessenvertretung der Veteranen der Bundeswehr, aller Waffengattungen und aller Einsatzarten. Damit sind auch Einsätze der Bundeswehr zum Beispiel beim Katastrophenschutz – wie dem Elbhochwasser – eingeschlossen. Außerdem hält der Verein die Erinnerung an im Einsatz gestorbene Soldaten wach.

Der Vorstand des Vereins macht auch Lobbyarbeit. So fordert man einen Veteranenbeauftragten im Bundestag und eine vorläufige Anerkennung der Wehrdienstbeschädigung, um Therapien für Soldaten zu beschleunigen.

Man sieht sich aber auch als Aufklärer, deswegen besuchen Mitglieder des Vereins auch immer wieder Schulen und versuchen, über die Realität eines Bundeswehreinsatzes aufzuklären – ohne dabei zu beschönigen, aber auch ohne zu dramatisieren oder Helden zu schaffen.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Aufklärung über das Posttraumatische Belastungssyndrom, dass auch hunderte von Bundeswehrsoldaten betrifft, die in aktiven Einsätzen waren. Hier versucht man zum einen ein Bewusstsein in der Bevölkerung und beim Gesetzgeber zu schaffen, will aber auch dem Kameradschaftsgedanken folgend den Soldaten, die unter PTBS leiden, aktive Hilfe anbieten.

Den englischen Namen hat man übrigens auch deshalb gewählt, weil er ausdrückt, dass Bundeswehrsoldaten immer im Rahmen einer internationalen Initiative ins Ausland geschickt werden und dort dann Englisch die Hauptsprache ist. Er lehnt sich aber auch an die Veteranenverbände der amerikanischen Streitkräfte an, die im Land eine wesentlich höhere Bedeutung haben – auch weil sie wesentlich mehr Einsätze hatten als die deutsche Bundeswehr.

Aktives Mitglied kann werden, wer an mindestens einem Auslandseinsatz der Bundeswehr teilgenommen hat. Es gibt aber auch die Möglichkeit, passives Mitglied zu werden.