Symptome für eine PTBS

Um eine Posttraumatische Belastungsstörung diagnostizieren zu können, muss man auf Symptome achten, die ein Patient entwickelt. Diese können aber vielfältig sein, und deshalb braucht es auch Fachleute wie Psychologen um PTBS wirklich diagnostizieren zu können. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es zum Beispiel die so genannten Kriegszitterer, ein Symptom, was vor allem bei Kindern vorkam und meistens durch die Bombardierungen ausgelöst wurde. Es ist auch heute noch bei einigen heimkehrenden Soldaten zu beobachten.

Die häufigsten Symptome bei einer PTSB sind:

  • Angstzustände
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Essstörungen
  • Sozialisierungsstörungen
  • Reizbarkeit
  • Aggression
  • Schreckhaftigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Probleme bei der sexuellen Aktivität
  • Suchtverhalten

Oftmals werden diese Symptome aber nur in geringen Ausmaß sichtbar und können eine lange Zeit unerkannt bleiben. Andere weniger augenscheinlich Symptome sind persönliche Empfindungen, die auch eskalieren können. So berichten viele Soldaten, das sie sich hilflos oder gar wertlos fühlen, dass sie Geborgenheit suchen und nicht finden können und dass sie bestimmte Situationen und Umgebungen vermeiden, selbst wenn diese auch nur entfernt an den Auslöser des Traumas erinnern können.

Viele Soldaten versuchen sich auch selbst zu heilen, was in einigen Fällen zu einer Drogensucht führt. Alkoholismus und Missbrauch von Anti-Depressiva sind vor allem bei amerikanischen Soldaten immer wieder beobachtet worden. Oftmals sind es solche nur mittelbare Symptome, die einen Hinweis auf eine darunter liegende PTBS geben. Gleiches gilt für sichtbare Probleme bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft. In den USA geht man davon aus, dass über 200.000 Veteranen es nicht geschafft haben, nach dem Krieg wieder ein normales Leben zu führen. Waren dies am Anfang vor allem Vietnamkriegsveteranen so ist diese Entwicklung auch zunehmend bei Soldaten zu beobachten, die im Irakkrieg waren oder in Afghanistan gekämpft haben. Viele von ihnen nehmen erst zu einem späten Zeitpunkt Hilfe an. In Deutschland wurde im Jahr 2015 bei 235 Soldaten eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert, die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher sein.